Der neue Loop Designer von Magix
Ich habe am Wochenende eine ganze Menge Spaß mit dem Loop Designer vom neuen Magix Music Maker MX gehabt. Was damit alles so möglich ist, das ist schon echt klasse. Wer haufenweise alte Loops hat, die schon tausendmal in unzähligen Songs verwendet wurden, wird den Loop Designer lieben denn der dreht diese richtig durch die Mangel und macht aus Altem was brauchbares Neues.
Loop Designer
Den Loop Designer findet man im Music Maker MX unter Synthesizer und ist als Loop Bearbeitungsmaschine oder besser gesagt Loop Monster gedacht. Allerdings lassen sich damit nicht nur Loops aufmotzen, sondern auch auch gleich passende Bass Lines erstellen. Der obere Bereich ist für Drum Loops gedacht. Dort können auch Audio Dateien von der DrumNBass Maschine importiert werden. Im unteren Bereich werden die Basslines erstellt und auch hier kann man Loops aus dem Soundpool laden. Auf den ersten Blick sieht es recht harmlos aus aber es gibt viele Möglichkeiten zu entdecken, als man zu Beginn meint. Ich stelle euch dieses im Detail nun vor.
Drum Bereich
1. Hier könnt ihr Dateien aus dem Soundpool oder der DrumNBass Machine laden. Es gibt schon einiges an fertigem Material zur Auswahl im Loop Designer, sodass ihr auch ohne gleich loslegen könnt.
2. Dies ist eine Art Pattern Editor, der es wirklich in sich hat. Bei jedem einzelnen Schritt können sechs verschiedene Funktionen angewendet werden. Ab welcher Note der Drum Loop abgespielt wird, ob der Loop rückwärts und ob dieser gestoppt werden soll. Hört sich jetzt nicht so spektakulär an aber die Kombination aus allem macht es aus und ein einzelner Loop kann extrem variantenreich gestaltet werden. Breakbeats, Drum&Bass oder Jungle Fans haben jetzt eh schon ein dickes Grinsen im Gesicht und wer ein paar derbe Beats für Hip Hop machen will, kommt hier nicht drum herum. Viele vorgefertigte Presets laden zum Ausprobieren ein. Ich finde diese ziemlich gelungen und animieren schnell zum selber machen ein. Gilt übrigens für alle Presets im Loop Designer.
3. Die Filter Sektion ist nicht zu verachten denn hier lassen sich die Filterverläufe quasi reinzeichnen. Es stehen drei Filter Typen zur Auswahl, welche mit dem großen Drehregler rechts vorgenommen werden: Low Pass (LP), Band Pass (BP) und Hoch Pass (HP) mit denen fließende Übergänge möglich sind. Prima das daran gedacht wurde. Dann gibt es noch ein Merkmal was mir ebenfalls gut gefällt denn die Leute von Magix haben eine Flam Funktion eingebaut. Ist diese für eine Note aktiviert, so wird damit die Note zweimal schnell hintereinander abgespielt. Ideal um Snare Rolls und Fills zu erstellen. Die Flam Funktion nutze ich auch gerne bei meiner Akai MPD2, dort ist diese ein Standard für Beat Programming.
4. Das Würfel Symbol ist euch sicherlich schon aufgefallen. Dahinter verbirgt sich die Random Funktion. Dies ist ein Zufallsgenerator für sämtliche Parameter im Drum Bereich zuständig ist. Einen Zufallsgenerator gibt es auch für den kompletten Loop Designer (siehe 9). Keine schlechte Sache und kann ruhig Gebrauch von machen da immer wieder witzige Sachen bei rauskommen.
Bass Bereich
5. Wie beim Drum Bereich, könnt ihr hier auch wieder eigene Sound Files verwenden. Mein Tipp: Nicht nur Bass Sounds, sondern alles möglich mal antesten. Macht unheimlich viel Spaß und der Loop Designer lässt sich wie ein kleiner Arpeggiator verwenden.
6. Der Notenbereich, sehr cool um schnell ein paar kurzer Sequenzer Sounds zu erzeugen. Direkt darunter könnt ihr für jede Note nochmals die Oktave einstellen. Natürlich gibt es hier wieder eine Random Funktion.
7. Der Filter scheint ein reicher Cut Off Filter zu sein, ein separater Resonanzfilter wäre sicherlich nicht verkehrt gewesen aber man kommt auch ohne ganz gut aus. Ein paar knackige Acid Bässe sind mit den richtigen Samples kein Problem.
8. Vibrato sorgt für typische Wobble Bässe also leicht stimmlich schwingende Bässe. Falls ihr Vocals zur Hand habt, könnt ihr ziemlich abgedrehtes Zeug damit im Bass Bereich machen. Der Decay Regler sorgt dafür, wie lange der Ton bzw. euer Sample erklingt. Wollt ihr also kurze knackige Sequenzen, dann stellt ihr diesen nur sehr dezent ein.
9. Presets laden sowie speichern, das große X resettet euch den kompletten Loop Designer. Play und Stopp Taste sollten klar sein und der Würfel ist der Zufallsgenerator, welcher sich auf sämtlich Einstellung auf einmal auswirkt.
Mal abgesehen davon, dass der Loop Designer recht übersichtlich ist und dessen Funktionen schnell erlernt sind, halte ich diese Neuerung als Richtiges kreativ Tool. Hier kann man sich schnell Inspirationen holen, Vorlagen für mögliche Remixe erstellen oder seine alten Loops nochmals rundum erneuern. Der Loop Designer ist für vieles geeignet: Beat Programming, schnell ein paar Arpeggiatos oder Synthesizer Sequenzen zu generieren oder auch als Effekt Gerät. Wie sich das anhört? Schaut euch das Video an, da seht ihr, was ich so damit anstelle. Viel Spaß beim Experimentieren!

Cooles Video, musst du mal öfter machen. Hast du auch alles Live gemacht oder? Der Loop designer ist echt krass,den hätte ich gern schon früher gehabt :P
Nimmst du Hypercam um den Desktop zu recorden oder was anderes?
Hi Wolfgang,
hab in Zukunft auch vor, mehr Videos zu machen. Ich verwende Screenpresso Pro (ist kostenpflichtig) um den Desktop aufzunehmen. War auch Live und der Loop Designer macht schon richtig Spaß :)